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Grafschafter Jugendrotkreuz misst sich in Wettbewerben

Auch Kinder können helfen: Das haben die Mädchen und Jungen des Jugendrotkreuzes beim Kreiswettbewerb unter Beweis gestellt. Bei den Aufgaben fehlte es aber auch nicht an Spiel und Spaß. In diesem Jahr organisierte das DRK aus Lohne den Wettbewerb.

Eine Feuerwehrmontur in möglichst schneller Zeit anziehen musste Kaja aus Hoogstede bei den Wettbewerben am Sonnabend.

Nach einem simulierten Reitunfall gilt es, die Verletzten zu versorgen.

Auch Spiel und Spaß gehören dazu - etwa hier bei der Station „Blinde Kuh“.

Gerade noch ritt Winnetou erhaben durch den Wilden Westen, dann macht ein Reitunfall dem munteren Treiben einen Strich durch die Rechnung. Zum Glück ist gerade ein Team des Jugendrotkreuzes aus Uelsen zur Stelle, um dem Unfallopfer einen Kopfverband anzulegen und den geschockten Begleiter zu betreuen. Unter dem Motto „Cowboys und Indianer“ hat das DRK Lohne in diesem Jahr den Kreiswettbewerb des Jugendrotkreuzes in den Altersstufen 0 und 1 ausgerichtet und gestaltet. Die Kinder in den zwei Stufen der Sechs- bis Neunjährigen sowie der Zehn- bis Zwölfjährigen meisterten dabei verschiedene Spiele und Erste-Hilfe-Aufgaben.

Insgesamt acht Gruppen aus sechs Ortsvereinen – namentlich Emlichheim, Uelsen, Hoogstede, Lohne, Schüttorf und Bad Bentheim – waren angereist und verbrachten das Wochenende im Schulzentrum von Lohne. Am Sonnabend ging dann der eigentliche Wettbewerb über die Bühne. Insgesamt 13 Stationen hatten die Rotkreuzler für die Kinder vorbereitet, verteilt im ganzen Ort – sowohl in Einrichtungen wie dem Pfarrheim oder der Feuerwehr als auch in privaten Häusern. Ein siebenköpfiges Team um Anja Babucke und Heike Tebbel hat den Wettbewerb ausgearbeitet.

Damit die Kinder ein schönes und spannendes Wochenende erleben konnten, spielte natürlich der Spaß an der Sache eine bedeutende Rolle. So gab es zahlreiche Spielstationen, wo die Mädchen und Jungs sich unter anderem in „Montagsmaler“ oder bei „Blinde Kuh“ durchsetzen mussten. Doch auch das Wissen in Sachen Erste Hilfe war bei den Wettbewerben gefordert: Verschiedene Situationen – von der Kopfplatzwunde über Nasenbluten bis hin zur Bewusstlosigkeit – hatten die Kinder zu bewältigen.

Mehrere Aspekte galt es dabei zu beachten, um die Bewertungspunkte zu erhaschen. Die Punktetafel der Schiedsrichter sieht beim Fallbeispiel der Bewusstlosigkeit etwa zunächst das Anschauen, Ansprechen und Anfassen vor, dann den Eigenschutz durch Handschuhe, die Atemkontrolle und schließlich die stabile Seitenlage sowie den Wärmeerhalt durch eine Rettungsdecke. Um eine möglichst realistische Einsatzsituation zu erreichen, wurden die DRK-Helfer aus Lohne von den Kameraden der „Notfalldarstellung Emsland“ unterstützt, die mit allerlei Utensilien – wie zum Beispiel Kunstblut – vor Ort waren.

Die Kinder hatten sichtliche Freude an der DRK-Tätigkeit. Die neunjährige Kaja aus Hoogstede ist schon seit drei Jahren beim Roten Kreuz. Jeden zweiten Donnerstag trifft sie sich in der Jugendgruppe, um Übungen zu unternehmen und zu spielen. Nico aus Uelsen ist durch einen Aktionstag an seiner Schule auf das DRK aufmerksam geworden. Für ihn geht es immer dienstags zum „Dienstabend“. Es ist bereits sein dritter Wettbewerb dieser Art.

Während der Aktion am Sonnabend schaute auch Bürgermeister Manfred Wellen den jungen Helfern über die Schulter. Er lobte die Lohner Rotkreuz-Mitglieder für deren kreative Gestaltung des Wettbewerbs und freute sich über den DRK-Nachwuchs: „Es ist gut zu sehen, dass etwas nachkommt“, sagte er. Die Stationen in privaten Häusern sind für ihn ein Beleg dafür, dass auch die Eltern und Familien hinter der Engagement stehen.

Charakteristisch ist, dass jede der Jugendrotkreuz-Gruppen einen eigenen Namen hat: Auf dem Siegertreppchen konnten sich so bei den Sechs- bis Neunjährigen die „Ferkels“ aus Uelsen den ersten Platz sichern, Zweiter wurden die erst seit Februar bestehenden „Rettungskinder“ aus Emlichheim, gefolgt von den „Rotkreuzhelden“ aus Schüttorf. Bei den Zehn- bis Zwölfjährigen landeten die „Chaoten“ aus Emlichheim auf dem ersten Platz, die Plätze zwei und drei entfielen auf die „Snowdogs“ aus Lohne und „Erste-Hilfe-Löwen“ aus Bad Bentheim. Die Sieger dürfen nun bei den Bezirkswettbewerben antreten.

15. April 2018 15:16 Uhr. Alter: 92 Tage