Nordhorn, 04.02.2025
Am 22.01.2026 fand die Mitgliederversammlung des DRK-Kreisverband Grafschaft Bentheim e.V. statt. Der Einladung folgen über 100 Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aus den 10 Ortsvereinen sowie dem Kreisverband in die Räumlichkeiten des Ortsvereins Bad Bentheim & Gildehaus.
Kreisbereitschaftsleiter Stephan Knauß und Katastrophenschutz-Beauftragter Heinz Heetjans berichteten von der Neustrukturierung des Katastrophenschutzzuges des Landkreis Grafschaft Bentheim im Jahr 2024. In diesem Zusammenhang erfolgte eine Stellübung mit allen Fahrzeugen in Verbindung mit einer Stationsausbildung für die eingesetzten Helferinnen und Helfer. „Die Mitgliederzahl der Bereitschaften konnte erfreulicherweise von 275 auf 292 Aktive erhöht werden“ freut sich Knauß. Im Jahr 2025 gingen die Bereitschaften dem normalen Dienst wie Einsätzen, Sanitätswachdiensten sowie Aus- und Fortbildungen nach. Zudem fand im August 2025 eine kreisweite Katastrophenschutzübung in Itterbeck statt.
Katastrophenschutz-Beauftragter Heinz Heetjans berichtete von diversen Fahrzeugen, die aus Mitteln von Land Niedersachsen oder Bund und DRK-Landesverband, beschafft und an die Bereitschaften übergeben wurden. Gleichzeitig stellt er wiederholt fest, „dass die Finanzierung für bauliche Maßnahmen gesetzlich nicht geregelt seien“. Daher habe es vielfach Gespräche mit der Politik gegeben, um auf u. a. diesen Missstand hinzuweisen. Es wird eine Anpassung des niedersächsischen Katastrophenschutzgesetzes gefordert, um das DRK im Katastrophenschutz finanziell auskömmlich zu finanzieren. 63 Personen wurden durch Heetjans und Knauß mit der Hochwassermedaille des Landes Niedersachen ausgezeichnet.
Das Jugendrotkreuz (JRK) in der Grafschaft zählt aktuell rund 250 Mitglieder. Laut Steffen Brauer, JRK-Kreisleitung, war das Jahr 2024 für das JRK in der Grafschaft Bentheim „ein Jahr des Aufbruchs und der Neufindung“. Die zahlreichen Aktionen auf Kreisebene zeigen, dass sich das JRK weiterentwickelt. So finden in den Ortsvereinen vielerorts regelmäßig Gruppenstunden statt, welche Raum für Erste-Hilfe-Trainings, soziale Projekte und gemeinschaftliche Erlebnisse bieten. Ein besonderes Highlight war der JRK-Kreiswettbewerb in Nordhorn, bei dem sich die Gewinner der verschiedenen Stufen für die Bezirkswettbewerbe in Spelle qualifiziert hatten. Eine Gruppe qualifizierte sich dort sogar für den Landeswettbewerb. Des Weiteren ist das JRK auf verschiedenen Veranstaltungen wie Ferienpassaktionen oder der „Aktion Saubere Landschaften“ präsent.
In der Mitgliederversammlung stellte sich auch die neue Kreisleitung für Wohlfahrts- und Sozialarbeit, Marianne Steen den Mitgliedern vor. Sie übernimmt das Amt von Gisela Egbers, die im Laufe des vergangenen Jahres aus der Funktion ausgeschieden ist.
Im Rahmen der Versammlung wurde das Amt des Präsidenten des Kreisverbandes neu gewählt. Günter Hasebrock, der seine Amtszeit aufgrund der wirtschaftlichen Schieflage des Verbandes bereits verlängert hatte, übergibt dieses Ehrenamt an Reinhold Hilbers, der künftig als Präsident des Kreisverbandes tätig sein wird. Herr Hasebrock engagierte sich über acht Jahre hinweg als Präsident und hat die laufende Sanierung des Kreisverbandes maßgeblich geprägt. Sein besonderer Einsatz wurde im Rahmen einer Rede durch den Vizepräsidenten, Gerd Holthuis, ausdrücklich gewürdigt.
Hasebrock freut sich sehr darüber, mit Herrn Hilbers einen erfahrenen und kompetenten Mann für die Wahl des Präsidententeams gewonnen zu haben. „Ich bin davon überzeugt, dass diese Wahl dem gesamten DRK in der Grafschaft gut tun wird.“ Das einstimmige Wahlergebnis kann ebenso als klare Bestätigung gewertet werden. Hilbers konnte sich im Vorfeld der Wahl ein Bild über die Organisation und der aktuellen Situation machen und möchte durch sein Einbringen als Präsident einen Beitrag dazu leisten, das DRK in der Grafschaft weiter voranzubringen und zu stärken. „Ich freue mich auf einen regen Austausch und darauf, die Organisation besser kennenzulernen.“
Zum Abschluss der Veranstaltung informierte der Vorstand, Florian Letzel, über die weiter positiv verlaufende Sanierung. Die im Jahr 2024 eingeleitete Trendumkehr konnte weiter fortgesetzt werden. Als besonders herausfordernd beschreibt er das Verhalten einzelner Kostenträger. „Noch immer werden nicht alle Kosten anerkannt, selbst wenn diese wirtschaftlich erforderlich und nachweisbar sind.“ Dies stimmt Letzel, ebenso wie die insgesamt unsicheren Rahmen-bedingungen, nachdenklich. Die notwendigen Beschlüsse, unter anderem zum Jahresabschluss 2024 sowie zum Wirtschaftsplan 2026, wurden ebenfalls einstimmig gefasst.
Weitere Informationen zu den Aktivitäten des DRK sind auf dieser Webseite zu finden. Für Rückfragen stehen wir Ihnen über diesen Weg ebenfalls zur Verfügung.