Verabschiedung von Kurt Kolberg: Langjähriger Leiter des DRK-Seniorenzentrums am Schlosspark tritt in den Ruhestand

Über 27 Jahre leitete er die Geschicke des DRK-Seniorenzentrums am Schlosspark in Bad Bentheim, war Ansprechpartner für Bewohner, Mitarbeiter und kommunale Akteure, erlebte Veränderungen in der Pflege und hatte manche Herausforderung zu meistern – nun wurde Kurt Kolberg in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Bei einer Feierstunde im Festsaal seiner Wirkungsstätte mit zahlreichen Kollegen, Familienangehörigen und sonstigen Wegbegleitern erhielt er viele Worte des Lobes und der Anerkennung. Kolberg zeigte sich dankbar und war sichtlich gerührt.

Die Leitung der Einrichtung hatte er 1992 zunächst kommissarisch übernommen. Damals befand sich das „Kreisaltenheim“ noch in Trägerschaft des Landkreises, wo Kolberg als Leiter der Standesamtsaufsicht tätig war. Als sich abzeichnete, dass der Kreis die Verantwortung abgeben würde und man für die Übergangszeit einen Verwaltungsleiter benötigte, sprang der gebürtige Nordhorner ein. Doch er blieb auch, nachdem der DRK-Kreisverband 1994 die Trägerschaft übernahm, gab seinen Beamtenstatus auf und hielt der Einrichtung bis zuletzt die Treue.

„Eine Institution verlässt nun das Haus“, erklärte DRK-Vorstand Eckhard Jürriens in seiner Rede zur Verabschiedung Kolbergs. Als „kaufmännisch ausgebildeter Standesbeamter mit pädagogischer Zusatzqualifikation, der in seiner Zeit bei der Bundeswehr viel Führungserfahrung erworben hat“, sei er „ein Glücksfall für die Einrichtung, die Bewohner und die Mitarbeiter“ gewesen. Kolberg habe das Haus zu dem gemacht, was es heute ist: „Den guten Ruf verdanken wir zum Großteil dir.“ Er habe sich stets mit dem Seniorenzentrum identifiziert, bedeutsame Baumaßnahmen begleitet und gerade in den vergangenen Jahren noch manche Herausforderung – wie etwa den Fachkräftemangel – erlebt. „Ich habe die Zusammenarbeit immer sehr genossen“, bekräftigte Jürriens.

Auch der Erste Kreisrat Uwe Fietzek richtete seinen Dank an Kurt Kolberg, den er schon seit mehr als 30 Jahren und noch aus dessen Zeit als Beamter beim Landkreis kennt. Aus dem Stand heraus habe sich Kolberg damals das nötige Knowhow angeeignet. Auch wenn seine Hauptaufgabe die Geschäftsführung war, habe er sich nicht in seinem Büro eingeschlossen: „Du hast nie vergessen, die Heimbewohner zu betreuen und ein offenes Ohr für sie zu haben“, meinte Fietzek. Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt Bad Bentheim richtete der Erste Stadtrat Heinz-Gerd Jürriens aus, der unter anderem Kolbergs „ausgesprochene Freundlichkeit, Offenheit und Hilfsbereitschaft“ würdigte. Eine Dankesrede trugen auch die Mitarbeiter des Seniorenzentrums vor und überreichten einen großen Präsentkorb.

Kurt Kolberg selbst bekannte unumwunden: „Das ist ein emotionaler Tag.“ Er dankte seinen Kollegen aus Pflege, Küche, Hauswirtschaft, Betreuung, Verwaltung sowie den Hausmeistern für die „hervorragende Arbeit“, ebenso richtete er seinen Dank an die angegliederten Einrichtungen wie Ärztehaus, Apotheke, Physiotherapie und Logopädie. Gemeinsam habe man es geschafft, dass das Seniorenzentrum am Schlosspark über die Landesgrenze hinaus einen guten Ruf genieße. Sehr bewegt sprach er auch seiner Frau Ursula großen Dank aus, die ihn fortwährend unterstützt habe.

Als Nachfolger von Kurt Kolberg stellte sich Guido Vennegeerts bei der Feierstunde den Gästen vor. Der 32-Jährige ist gelernter Gesundheits- und Krankenpfleger, studierter Pflegemanager und übernimmt zum 1. April die Leitung der Einrichtung in Bad Bentheim.

Das Foto zeigt (von links) Bad Bentheims Ersten Stadtrat Heinz-Gerd Jürriens, den Ersten Kreisrat Uwe Fietzek, Ursula und Kurt Kolberg, DRK-Vorstand Eckhard Jürriens sowie den neuen Leiter des Seniorenzentrums Guido Vennegeerts.

Text: Sebastian Hamel